Gemeindeleben

Die Adventgemeinde Oberasbach ist eine Begegnungsstätte, ein Dach, unter dem sich Menschen mit sehr unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen zur Gemeinschaft treffen. Die Gemeindeglieder werden als Geschwister bezeichnet. Man redet sich mit Bruder, Schwester oder mit Vornamen an.

Dienstags, Freitags und Samstags wird dazu Gelegenheit geboten.

Der Samstag, der siebte Tag der Woche, unser Sabbat, ist der Tag, an dem dieses Angebot von der Mehrzahl der Gemeindeglieder wahrgenommen wird.

An jedem Sabbat-Vormittag gibt es die Möglichkeit, an Gruppengesprächen teilzunehmen, in denen über bestimmte biblische Themen gesprochen wird. Grundlage dieser Gespräche ist eine Themensammlung, welche jeder, der sich beteiligen möchte, erwerben kann., um sich während der Woche gezielt vorzubereiten. Es gibt Gesprächsgruppen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Bei den Erwachsenen kommen in aller Regel drei Gruppen zustande, die in deutscher Sprache abgehalten werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, an einem Gesprächskreis in rumänischer Sprache teilzunehmen.

Die Kinder werden in verschiedenen Altersgruppen zusammengefasst. Derzeit bestehen drei Kindergruppen für die Altersstufen 3 bis 6, 7 bis 9, 10 bis 12 sowie eine Gruppe für Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren.

Diese Form der Begegnung nenne wir traditionell Sabbatschule.

Bevor sich die Geschwister in die Gesprächsgruppen aufteilen, wird gemeinsam gesungen und gebetet.

Insgesamt nimmt die Sabbatschule einen Zeitraum von etwa einer Stunde ein. Sie beginnt offiziell um 09.30 Uhr. Die ersten Geschwister treffen jedoch bereits ab etwa 09.00 Uhr ein. Die erste halbe Stunde ist die Zeit der Zusammenkunft, in der man sich über die jeweils zurückliegende Woche austauscht, letzte organisatorische Dinge für den offiziellen Teil klärt oder sich im kleinen Kreis zum gebet für die Belange der Gemeinde versammelt.

Nach der Sabbatschule schließt sich eine Pause von 20 bis 30 Minuten an. Diese Zeit bietet wieder Gelegenheit zum persönlichen Austausch und v.a. die Kinder können ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Dazu nutzen sie bei schönem Wetter unser großes Wiesengrundstück.

Nach der Pause schließt sich ein kurzer Bekanntmachungsteil zur offiziellen Weitergabe aktueller Informationen und Termine an. Es wird auch der Geburtstage der zurückliegenden Woche gedacht.

Anschließend ist die Zeit der Wortverkündigung bzw. der Predigt, die überwiegend von Laiengliedern gehalten wird; etwa einmal im Monat auch von dem ordinierten Bezirksprediger, der für mehrere Ortsgemeinden zuständig ist.

Die Predigt wird zwar im Vortragsstil gehalten, die Gemeinde wird aber immer wieder mit einbezogen. Die eisten Geschwister haben ihre eigene Bibel dabei und schlagen die in der Predigt behandelten Schriftstellen auf, ums sie mitzulesen. Einige nehmen auch Stift und Block zur Hand, um Gedanken, die ihnen wichtig sind, zu notieren.

Eine Predigt dauert in der Regel rund 45 Minuten. Damit den Kindern die Zeit nicht zu lang wird, bringt der Prediger zuweilen eine Kindergeschichte mit, die ganz am Anfang dieses offiziellen Teils erzählt wird.

Wenn sich die Prediger an die Erwachsenen wenden, greifen die Kinder zu ihren eigenen Büchern und Malsachen, um sich die Zeit zu vertreiben.

Das Angebot der Predigt wird von den allermeisten Geschwistern wahrgenommen. Zum Teil wird die Zeit aber auch genutzt, um sich zu privaten Gesprächen zurückzuziehen, oder um sich an der frischen Luft im Garten von der Arbeitswoche zu erholen.

Die Predigt endet meist gegen 12.00 Uhr. Eine ganze Reihe von Geschwistern fährt danach aber nicht gleich nach Hause, sondern verweilt noch eine Weile, um sich miteinander zu unterhalten.

Etwa einmal im Monat sind alle zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Die meisten bringen dazu etwas von zu Hause mit, so dass ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Buffet angeboten werden kann, das aus vegetarischen und z.T. aus veganen Gerichten besteht.

Ein solches „Potluck“ zieht sich bis in die Nachmittagsstunden hinein. Mit bis zu 15 Kindern ist er eine sehr „lebendige“ Veranstaltung.

Einmal im Quartal feiern wir Abendmahl. Jedem Abendmahl geht eine Fußwaschung voraus., die getrennt nach Frauen und Männern durchgeführt wird. Die Fußwaschung erfolgt in der Weise, dass sich zwei Geschwister gegenseitig die Füße waschen, wie es uns Jesus Christus vor seinem letzten Abendmahl mit seinen Jüngern vorgemacht hat.

Wir bieten ein offenes Abendmahl an, an dem jeder getaufte Christ teilnehmen kann.

Der Abendmahlsgottesdienst liegt in aller Regel in der Zuständigkeit des Bezirkspredigers. Er führt darüber hinaus Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen durch.